Batterien durch Akkus ersetzen

Hallo,

ich beschäftige mich zur Zeit mit Energieeffizienz und mir ist aufgefallen, dass ich es äußerst komisch finde, ständig neue Batterien zu kaufen und die alten wegzuschmeißen. Deshalb möchte ich gern alle Batterien im Haushalt durch Akkus ersetzen.

Kann ich dafür einfach irgendeinen Akku kaufen (z. B. AAA und AA) und ein Aufladegerät und dann die Batterien ersetzen?

Gibt es auch wiederaufladbare Batterien für Uhren?

  • Registered Users Mitglied

    Hallo Tom,

    du kannst in den meisten Fällen schon Batterien durch Akkus ersetzen. Nur musste bedenken, dass Akkus nur 1,2 Volt haben, Batterien 1,5 Volt.

    Bei manchen Geräten könnte der Spannungsunterschied Probleme machen.

    Auch lohnt es sich bei Geräten die sehr wenig Strom verbrauchen (Wanduhr zum Beispiel) nicht wirklich, da hier die Selbstentladung der Akkus mit ins Spiel kommt und häufiger getauscht werden muss.

    Grüße

  • Als Antwort auf Horst:

    Ich habe schon Power-Akkus gesehen, die eine Spannung von 1,5 Volt haben, das wäre doch ideal , oder?
  • Registered Users Mitglied

    Als Antwort auf Tom Filbrandt:

    Hallo Tom,

     

    ja du hast recht, es gibt Akkus mit 1,5 V, bzw. genauer gesagt mit 1,6 Volt. Das sind Nickel-Zink (NiZn) Akkus. Dies gibt es noch nicht allzu lange. Kenne eigentlich nur Conrad und Ansmann.

    Aber aufpassen: Diese Akkus brauchen ein spezielles Ladegerät und können somit nicht in Geräten eingesetzt werden, die eine integrierte Ladetechnik haben.

    Auch haben die NiZn-Akkus eine Eigenheit: Sie halten sehr lange die Spannung und brechen dann sehr schnell ein. Allerdings sollte die Akkuspannung nicht unter 1,3 Volt fallen, da sonst die Lebensdauer der Batterie sehr darunter leidet. Allerdings können die meisten Geräte die den Ladezustand anzeigen, dies nicht erkennen, da die 1,3 Volt immer noch höher sind als neue 1,2 Volt Akkus.

    Mal sehen was die Zukunft bringt ...

  • Als Antwort auf Horst:

    Also fallen diese Akkus dann "plötzlich" aus bzw. nehmen sehr schnell einen Schaden durch Tiefentladung?
  • Registered Users Mitglied

    Als Antwort auf Tom Filbrandt:

    Genau, die Akkus gehen innerhalb der letzten 10% Ladung schnell von Ihrer Nennspannung auf 1,3 V und noch weniger. Und bis man das merkt, kann es sein dass er sich schon im Bereich der Tiefentladung befindet. Und die meisten Geräte die den Ladezustand überwachen, denken selbst bei 1,3 V noch, der Akku ist doch voll (da sie auf 1,2 V Akkus kalibriert sind).

    Einfach mal probieren ... ;-)
  • Als Antwort auf Horst:

    Leider konnte ich im Hagemeyershop keine entsprechenden Akkus finden. Mal schauen, was sich da noch ergibt :)
  • Als Antwort auf Tom Filbrandt:

    Ich finde auch, dass wiederaufladbare Akkus im Vergleich mit normalen Alkali-Batterien die Nase vorn haben. Einerseits, was die Langzeitkosten betrifft, aber auch im Hinblick auf die (Sonder-)Müllvermeidung.

    Leider habe ich bisher noch keine AA- oder AAA-Akkus gefunden, die genauso lange halten wie hochwertige Batterien wie z.B. von Duracell oder Energizer.

    Bei der Fernbedienung, Wanduhr, Radio, Taschenlampe oder Computermaus ist es ja keine große Sache, alle paar Wochen die Akkus auszuwechseln und wieder aufzuladen. Aber wenn das batteriebetriebene Gerät (Funk-Sensor, Batterie-Wandleuchte,  usw.) an einer schwer zugänglichen Stelle angebracht ist, dann verwende ich doch lieber gute und auslaufsichere Batterien (wie die Energizer Max #2023964).

    Außerdem nervt es unheimlich, dass Akkus vollgeladen nicht lange gelagert werden können. Man muss sie im Grunde jedesmal laden, kurz bevor man sie verwenden will. Batterien können dagegen 10 Jahre in der Schublade liegen und sind immer einsatzbereit.

    Auf den Verpackungen der Akkus sind die "mAh" ja fast immer ganz groß und fett angegeben (obwohl diese in der Praxis nur selten auch tatsächlich erreicht werden, wie Test beweisen). Aber bei Batterien sucht man vergeblich nach dieser Angabe. Da kann man sich nur nach (meiner Meinung nach nichtssagenden) Begriffen wie Super, Max, Power, Extreme, Ultra, High Energy, Longlife usw. richten.

    Bei den Energizer AAA HR3 800 mAh (#2131665) steht, dass sie zumindest bis zu 1 Jahr ihre Ladung behalten. Der Hersteller verspricht sogar, dass sie bis zu 6x länger halten als Standard-Alkali-Batterien. Ich nehme mal an, dass die Energizer AAA LR03 (#2023965) sogar noch wesentlich besser performen als die HR3-Akkus – aber welche Kapazität haben die eigentlich?

    Gibt es eigentlich einen Vergleich zu den Kapazitäten von Akkus und Batterien. Oder welche Kapazität muss ein AA-/AAA-Akku haben, damit er ebenso lange hält wie eine Batterie?

  • Als Antwort auf Funkenschuster:

    AAA LR03 haben eine Kapazität von 1250mAh (#2023965 )

    Die Aufnahmekapazität von Akkus hängt ja auch immer von der Umgebungstemperatur, Alter und Aufladegerät ab. Deshalb lässt sich hier ein Vergleich schlecht anführen. Außerdem kommt es auch immer darauf an, ab welcher Spannung sich das Gerät abschaltet, da eine Abnahme der Kapazität auch immer mit einer verringerten Spannungen einhergeht. 

     

  • Als Antwort auf Tom Filbrandt:

    Hallo Tom,

    vielen Dank für die Aufklärung. Eine Batterie mit 1250 mAh und 1,5 V versorgt ein Gerät natürlich länger als ein Akku mit 800 mAh und 1,2 V.

    Ab etwa 5 Batteriewechsel bzw. Akku-Ladezyklen rentiert sich ein Akku allerdings bereits finanziell – und auch die Umwelt profitiert davon :)

    Wie bereits erwähnt, ist eine Batterie bei der Fernbedienung oder Wanduhr die komfortablere Lösung, da hier der Akku durch die Selbstentladung schneller wieder aufgeladen werden muss, als durch den minimalen Strom, den das Gerät zieht. Aber bei energiehungrigeren Geräten werde ich wohl auch verstärkt auf Akkus umstellen.

  • Registered Users Mitglied

    Ja, da habt ihr recht. Es gibt Akkus mit 1,5 V, bzw. genauer gesagt mit 1,6 Volt. Das sind Nickel-Zink Akkus - diese würde ich aber nicht unbedingt empfehlen. Haben bei mir als sie im Schrank lagen schon Ärger gemacht.

     

    beste Grüße

    Fred

  • Als Antwort auf Funkenschuster:

    Das Thema "Batterien durch Akkus ersetzen" wird auch in Zukunft immer brennender. Je mehr tragbare oder drahtlose Geräte unser Leben begleiten, umso mehr Batterien werden für deren Spannungsversorgung benötigt. Über kurz oder lang werden wohl die bekannten NiMH-Akkus durch Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Zellen (oder neueren Technologien) ersetzt, doch das Wichtigste ist, dass der ohnehin schon riesige Sondermüllberg aus leeren Einwegbatterien nicht weiter anwächst und damit auch die gesundheitsschädlichen Arbeitsbedingungen fernöstlicher Recyclingbetriebe. Vermeiden ist immer besser als recyceln!

    Im Artikel "Auch der Akku ist eine Batterie" habe ich einige allgemeine Informationen zu Primär- und Sekundärbatterien zusammengetragen. Zweifelsohne ist dieser Markt extrem lukrativ und daher versuchen die Hersteller natürlich ständig mit neuen Technologien und Innovationen die Marktführerschaft zu übernehmen.

    Kürzlich im Mediamarkt stachen mir NiMH-Akkus von Panasonic ins Auge, die laut Verpackung versprachen, selbst für Temperaturen bis –20 °C geeignet zu sein. Dass wiederaufladbare Akkus gerade für stromhungrige Geräte ideal sind, sollte mittlerweile bekannt sein. Aber dass NiMH-Akkus nun sogar im Winter bei Minusgraden gut funktionieren, war mir neu. Auf jeden Fall macht das für mich die Akkus als Ersatz für Alkali-Batterien noch attraktiver. Der o.a. Artikel erklärt übrigens auch, dass man die Kapazitäten von Akkus und Alkali-Batterien nicht direkt miteinander vergleichen kann.

    Und nur ein paar Zentimeter weiter hingen die eneloop, ebenfalls NiMH-Akkus, die vor allem durch ihre geringe Selbstentladung glänzen. Panasonic verspricht, dass selbst nach einem Jahr Lagerung noch bis zu 90 % des Ladezustandes verfügbar sein sollen und nach 10 Jahren sogar noch bis zu 70 % der ursprünglichen Kapazität. Etwas stutzig machte mich zwar der Ausdruck "up to" – lieber wäre mir "minimum" – aber egal, selbst 80 % Restladung bedeuten, dass ein Akku innerhalb weniger Minuten voll aufgeladen und eingesetzt werden kann.  

    Doch Panasonic ist nicht der einzige Batteriehersteller, der wiederaufladbare Akkus noch alltagstauglicher machen will. ENERGIZER bietet drei verschieden starke NiMH-Akkus, mit denen sich je nach Verwendungszweck die Investitionskosten optimieren lassen:  

    • ENERGIZER UNIVERSAL Akkus: z.B. Mignon/AAA/HR6 #2251901 – 1300 mAh und 2x längere Laufzeit im Vergleich zu Standard-Alkali-Batterien
    • ENERGIZER POWER PLUS Akkus: z.B. Mignon/AAA/HR6 #2131668 – 2000 mAh und 4x längere Laufzeit im Vergleich zu Standard-Alkali-Batterien
    • ENERGIZER EXTREME Akkus: z.B. Mignon/AAA/HR6 #2131661 – 2300 mAh und 6x längere Laufzeit im Vergleich zu Standard-Alkali-Batterien

    Und das Beste daran: Alle drei Kapazitätsklassen halten ihre Energie bei Lagerung bis zu 12 Monate und können bei normalem Gebrauch bis zu 5 Jahre lang genutzt werden. In dieser Zeit können sie mehrere hundertmal wiederaufgeladen werden – und das spart bares Geld! Was spricht also noch für eine Einweg-Batterie?
    Ich jedenfalls werde auch weiterhin alle ausgedienten Primärbatterien durch hochwertige Akkus ersetzen. Der Umwelt und meiner auch Geldbörse zuliebe :)

    Eine Haltbarkeit bei Lagerung von bis zu 12 Jahren (!!!) klingt zwar extrem gut, doch ist das denn wirklich notwendig? Wo man doch so gut wie überall auch Akkus kaufen oder leere Akkus mit einem kleinen Stecker-Ladegerät (wie dem Energizer Mini-Charger #2211936) bzw. einem praktischen Schnellladegerät (wie dem Energizer #2211934) in nur 1 Stunde wieder voll aufladen kann.

    Für zivilisationskranke Aussteiger mag eine lange lagerfähige Alkali-Batterie wie die Energizer Max Plus #2251900 zum Überleben in der eiskalten kanadischen Wildnis oder im entlegenen australischen Outback bestimmt sinnvoll sein, doch die meisten anderen Personen sind mit Akkus garantiert besser beraten.

  • Als Antwort auf Markus Mattern:

    Markus Mattern
    In dieser Zeit können sie mehrere hundertmal wiederaufgeladen werden – und das spart bares Geld! 

    Ja, da ist schon was dran. Eine Handvoll Batterien macht noch keinen großen Unterschied. Aber alle Batterien, die für die von uns verwalteten Büro- und Firmengebäude jedes Jahr gekauft werden müssen, machen zusammen schon einen schönen Betrag aus.  

    Für zivilisationskranke Aussteiger mag eine lange lagerfähige Alkali-Batterie wie die Energizer Max Plus #2251900 zum Überleben in der eiskalten kanadischen Wildnis oder im entlegenen australischen Outback bestimmt sinnvoll sein, doch die meisten anderen Personen sind mit Akkus garantiert besser beraten.

    Und selbst die können sich schon bald ihre Akkus mit Amazon-Drohnen liefern lassen ;-)

     
  • Als Antwort auf Funkenschuster:

    Hast du Erfahrungen mit Akkus im Büroalltag?
    Wie werden diese von den Mitarbeitern aufgenommen? Sind diese regelmäßig leer, weil niemand an das Aufladen denkt?
  • Als Antwort auf Tom Filbrandt:

    Ich würde mal sagen, das ist eine Sache der "Erziehung" ;) Das einfachste ist leider: Batterie ist leer -> Batterie wird weggeworfen und sofort durch eine neue ersetzt. Rasch, praktisch und sauber - naja, "sauber" ist es ja nicht gerade. 

    Doch aus Sicht des Arbeitgebers bzw. der Gebäudeverwaltung ist Kosteneffizienz wichtiger als die Bequemlichkeit der Mitarbeiter (jaja, ich weiß ... ;).
    Früher waren in den Sekretariaten die gängigsten Batterietypen (AA, AAA, D und 9V-Block) stets vorrätig - und auch in den Schubladen der Mitarbeiter sammelten sich Batterie-Vorräte an, die oft jahrelang nicht zum Einsatz kamen. Doch die Kosten für Beschaffung und (gewerbliche) Entsorgung können schon mal ein paar hundert Euro im Monat ausmachen. Keine wirklich große Position, aber eine vermeidbare - und der Cost-Controller freut sich. Daher wurden mit vielen Kunden maßgeschneiderte Modelle zur Batterieversorgung erstellt und in diesem Zuge der Großteil der Batterien durch Akkus ersetzt.

    Jetzt werden hauptsächlich NiMH-Akkus nur noch einzeln ausgegeben und im Sekretariat bzw. der Büromittelausgabe sind vollgeladene Akkus im Austausch gegen leere erhältlich. Wenn jemand einen sehr hohen Verschleiß an Akkus hat, bekommt er einen Akkusatz samt Ladegerät.

    Vor allem hat sich herausgestellt: Wenn keine Batterien verfügbar sind, werden auch Akkus gerne genommen :)

    Wir haben in den letzten Jahren viele Verbrauchsmessungen durchgeführt und dabei festgestellt, dass moderne vollautomatische Ladegeräte im Erhaltungsmodus fast keinen Strom benötigen. In dieser Betriebsart werden je nach Größe des Ladegeräts und der eingesetzten Akkuzellen nur bis etwa 50mA gezogen - diesen Wert übersteigt selbst der große Energizer Universal-Charger #2858608 im Erhaltungslademodus nicht - und das bei voller Bestückung! 

    Aufs Jahr gesehen macht das nur eine Handvoll kWh aus. Theoretisch zumindest, denn beim Laden leerer Akkus steigt der Stromverbrauch natürlich zwischendurch stark an. Während der Bürozeiten können die Ladegeräte im Sekretariat immer mit Akkus bestückt sein, damit sie bei Bedarf zu 100% geladen sind. 

    Manche haben sich auch eine einfache Wochentag-Schaltuhr (z.B. die Newlec H24DT #2747530) zugelegt, so muss kein Gedanke mehr an das Ein- und Ausstecken der Stecker-Ladegeräte verschwendet werden - denn trotz modernster Elektronik sollten Akkus NIE unbeaufsichtigt geladen werden (nachts über oder übers Wochenende). Also entweder beim nach Hause gehen den Stecker ziehen bzw. das Stecker-Ladegerät aus der Steckdose entfernen oder einfach eine Zeitschaltuhr verwenden.

  • Als Antwort auf Funkenschuster:

    Funkenschuster
    Vor allem hat sich herausgestellt: Wenn keine Batterien verfügbar sind, werden auch Akkus gerne genommen :)

     

    Guter Punkt!

    Es ist leider für viele Leute immer noch einfacher, Primärbatterien in der Schublade zu horten, um diese bei Bedarf ruck-zuck auswechseln zu können.

    Wie bei allen "neuen" Dingen, spielt auch hier die Verfügbarkeit eine entscheidende Rolle. Liegen in der Schublade vollgeladene Akkus griffbereit, werden auch diese sicher gerne verwendet.

    Die Kosten sind einzeln betrachtet keine große Sache, aber in einem größeren Setup (Bürogebäude, Betriebsstätte, Warenlager usw.) summieren sich die Ausgaben für einzelne Batterien zu einem netten Sümmchen. Ich kann mich noch gut erinnern, als wir bei einem Handwerksbetrieb die 6V-Batterieblöcke (4R25 - wie diese #2888248) der unzähligen Handlampen auf Akkus umstellten wollten. Es gab (und gibt soviel ich weiß immer noch) keine NiMH-Zellen in 6V und in der Bauform wie die 4R25-Blöcke, auch bekannt als Laternenbatterien.

    Was es aber gibt, sind 4R25-Adapter, also von der Form exakt passende Kunststoffgehäuse, die mit vier NiMH-Monozellen bestückt werden kann. In der Regel liefert die Laternenbatterie in einer Handlampe je nach Qualität eine Kapazität zwischen 8.000 bis 10.000 mAh. Nehme ich stattdessen vier ENERGIZER Rechargeable Power Plus Mono #285383 mit einer Kapazität von je etwe 2.200 mAh, erhalte ich eine mehrere Hundertmal wiederaufladbare Laternenbatterie mit 4,8 Volt und rund 8.800 mAh. Das reicht für eine Handlampe, egal ob mit LED- oder konventionellem Leuchtmittel, völlig aus und spart schon nach nur wenigen Ladevorgängen bares Geld.

    Wer die Anschaffung einer neuen mobilen Handleuchte oder Akku-Werkstattleuchte überlegt, sollte besser zu einem Modell mit 12 Volt-Akku greifen (z.B. die AccuLux SL 8 LED #4036641), denn die kann – wenn es sein muss – ohne zusätzliche Ladegeräte auch mit einer großen 12V-Autobatterie verbunden werden.