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Worauf muss man beim Kauf eines e-Bikes achten?

Hallo allerseits,

nach dem Lesen der Diskussion über "Ladesteckdosen im Außenbereich für e-Bikes und Pedelecs" habe ich ein paar E-Bikes im Internet angesehen. Allerdings würde ich gern wissen, worauf man beim Kaufen eines solchen e-Fahrrads achten sollte.

Habt ihr da mehr Erfahrung?

  • Registered Users Mitglied

    Hallo Hans,

    anbei ein paar Tipps und weitere Informationen:

    Unterschied zwischen e-Bikes und Pedelecs

    Erstens einmal kurz eine kleine Begriffserklärung um die verschiedenen Typen zu unterscheiden:

    Pedelecs (Pedal Electric Cycle): Hier muss man ständig mittreten, damit der Motor die entsprechende Unterstützung bietet. Hört man auf zu treten oder überschreitet man die Fahrgeschwindigkeit von 25 km/h schält der Motor ab. Es besteht weder Versicherungs- noch Helmpflicht und man braucht auch keinen Führerschein.

    S-Pedelecs: Der Motor dieser Pedelecs schaltet erst ab, wenn man 25 km/h überschreitet. Allerdings braucht man einen Führerschein der Klasse AM (Rollerführerschein) oder höher und ein Versicherungskennzeichen.  Außerdem besteht eine Helmpflicht (Mofa-/Motorradhelm).

    E-Bikes: Im Gegensatz zu Pedelecs braucht man E-Bikes nicht treten um die Unterstützung des Elektromotors zu genießen. Rechtlich gesehen unterscheidet man hier je nach Höchstgeschwindigkeit des E-Bikes:

    • bis 20 km/h: Keine Helmpflicht, jedoch einen Mofa-Führerschein (Klasse M) und ein Versicherungskennzeichen.
    • Bis 25 km/h: zusätzlich Helmpflicht (Mofa-/Motorradhelm)
    • Bis 45 km/h: Helmpflicht und mindestens Führerschein Klasse AM

    Hier hast Du also schon mal das erste Entscheidungskriterium.

    Wenn Du nur auf Fahrradtouren oder auf dem Weg zur Arbeit oder zum Supermarkt etwas Unterstützung haben möchtest, dann ist das Pedelec die erste Wahl. Wenn du aber auch ohne Treten weiterkommen willst brauchst du ein E-Bike aber auch zusätzlich Führerschein, Helm und Versicherung.

    Motorposition:

    Die Motorposition ist auch sehr wichtig. Hier kommt man meistens um eine Probefahrt nicht herum, um herauszufinden was einem besser liegt.

    • Vorderradmotor:
      • Vorteile: günstig, alle Schaltarten und Rücktrittsbreme möglich.
      • Nachteile: Beeinflussung des Lenkverhaltens
    • Hinterradmotor:
      • Vorteile: Möglichkeit der Energierückgewinnung, kaum Geräuschentwicklung, viele Gänge möglich
      • Nachteile: Schwerpunktverlagerung nach hinten, offener Kettenschutz
    • Mittelmotor:
      • Vorteile: zentraler Schwerpunkt, geringerer Stromverbrauch durch direkte Kraftübertragung.
      • Nachteile: Höhere Belastung der Kette und Ritzel, höherer Preis, häufig Nebengeräusche

    Akkus

    Obwohl immer noch verschiedene Akku-Typen verbaut werden, sollten Deine Wahl eigentlich nur auf Lithium-Ionen-Akkus fallen, da sie sehr leicht sind und eine hohe Leistung haben. Außerdem haben sie eine lange Lebensdauer, können schnell unkompliziert geladen werden.

    Je höher die Leistung des Akkus (in Amperestunden (Ah) und/oder Wattstunden (Wh) angegeben) desto größer ist auch die Reichweite, die du mit einer Akkuladung zurücklegen kannst.

    Achte bei der Garantieleistung auch darauf, dass der Akku auch mindestens zwei Jahre Garantie hat!

    Wichtig: Auch gleich mal schauen, was ein Ersatz-Akku kostet, da die Lebensdauer des Fahrrads wahrscheinlich wesentlich länger ist als Dein Akku. Wenn ein Ersatz-Akku sehr teuer ist, könnte es sich auf längere Sicht lohnen, ein Fahrrad mit besserem Akku zu kaufen.

    Ladetipps: Lithium-Ionen-Akkus können und häufig nachgeladen werden, aus diesem Grunde empfiehlt es sich für Pendler den Akku häufiger nachzuladen und die komplette Entladung des Akkus zu vermeiden.

    Wenn Du häufig mit deinem E-Bike nach Hause kommst und dort nachladen möchtest, dann lohnt sich die Anschaffung einer e-Bike Dockingstation mit wahlweise 2 Schutzkontaktsteckdosen oder 3 Schutzkontaktsteckdosen. So kannst Du sicher und bei jedem Wetter dein Bike laden!

     

    ebike Dockingstation mit 2 Schutzkontaktsteckdosen

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  • Hallo Hans,

    hier findest du auch noch weitere Informationen. Wenn du erst einmal testen möchtest, ob ein E-Bike oder Pedelec etwas für dich ist,  kannst du bei zahlreichen Anbietern ein solches mieten und eine schöne Tagestour unternehmen.

  • Registered Users Mitglied

    Als Antwort auf Techniker_profi:

    Hallo Hans,

    hier gibt's noch eine Übersicht von Ladestationen für e-Bikes, wenn Du dein e-Bike oder Pedelec gekauft hast und auf Tour gehst:

  • Registered Users Mitglied

    Als Antwort auf Horst:

    Natürlich ist die Akku-Technologie und die Qualität des Antriebsmotors ein wesentliches Kriterium für den Kauf. Bis vor 3 Jahren hatte ich noch ein E-Fahrrad von Hercules, den E-Move Tourer, bei dem NiCd-Akkus in Sub-C-Form im Unterrohr des Rahmens versteckt waren. Damals fand ich das eine coole Sache, da man nur an der dicken Hinterrradnabe erkennen konnte, dass es sich um ein E-Bike - ich meine natürlich Pedelec - handelt :-)

    Solange eine Garage zur Verfügung steht, ist das ganz in Ordnung, wenn nicht, dann muss das ganze Fahrrad zum Laden in die Wohnung getragen werden. Das ist wohl auch der Grund, warum heutzutage so gut wie alle Bikes mit abnehmbarem Akku angeboten werden. Zusätzlich kann für längere Radtouren auch ein zweiter Akkupack mitgenommen werden, um die Reichweite zu erhöhen.

    Ich hatte das Elektrofahrrad fast 10 Jahre lang und habe in dieser Zeit 2x die Sub-C-Akkus ausgewechselt. Das Gute daran ist, dass es diese Bauform so gut wie überall zu kaufen gab und entsprechend billig war. Der Nachteil von NiCd war aber der Memory-Effekt und die Lebensdauer der Zellen. Nachdem mir dann das Display für die Bedienung kaputtgegangen, das auch als "Zündschlüssel" funktioniert, habe ich die Akkus ausgebaut und nutze das E-Fahrrad immer noch als "normales" Fahrrad. Daher ein wichtiger Punkt: Achte beim Kauf auch auf die mechanische Ausführung eines Pedelecs, E-Bikes usw. Die beste Elektrik und Elektronik nützt nicht viel, wenn das Bike ein mechanisches Gebrechen hat.

    Zum Anschluss des E-Bike-Ladegerätes hat Berker die passende Steckdose 47403533 (Art.Nr. #2071604) im Sortiment. Diese Steckdose weist eine Schutzart von IP55 auf und ist daher auch perfekt für den Außenbereich geeignet. Nicht dass so eine "spezielle E-Bike-Steckdose" es unbedingt nötig wäre, denn der Akku eines Elektrofahrrads kann auch an jeder anderen Steckdose aufgeladen werden, aber so hat es mehr Stil :-)

    Gibt es keine andere Möglichkeit, als die Steckdose in einem öffentlich zugänglichen Bereich zu montieren, dann sollte eine abschließbare Ausführung verwendet werden. Bei der Berker 47893505 (Art.Nr. #2930485) kann der Klappdeckel durch ein Schloss versperrt werden und ist dadurch für unerlaubte Nutzung aber auch mutwillige Beschädigung geschützt.

  • Registered Users Mitglied

    Als Antwort auf Licht.Punkt:

    Hallo Hans,

    Schön, dass du dich für das Thema interessierst. Ein guter Freund von mir hat mir vor einiger Zeit sein E-Bike Rüstsatz verkauft, was für mich eine gute Lösung war. Das wäre auch eine Alternative zum Kauf eines kompletten E-Bikes, falls dich das interessiert.

    Der Vorteil bei einem Rüstsatz ist eben, dass man sein altes Rad behalten kann und sich kein "komplettes E-Bike" kaufen muss. Man bekommt aber alles, was ein E-Bike ausmacht, also e Bike Akku, Motor, Kabel, und Bedienkomponenten. Mittlerweile bin ich deutlich schneller unterwegs und das mit weniger Muskelkraft. Für mich fühlt es sich an, als hätte ich mein Fahrrad in eine E-Rennmaschine umgewandelt. Es bringt auch nicht so viel zusätzliches Gewicht, wie einige denken. Kommt aber immer darauf an, was man haben möchte. Meist gibt es für alle Geschmäcker eine Lösung.