Wieviele Sicherungsautomaten verträgt eigentlich ein FI-Schalter?

Hallo!

Laut Vorschrift ist es zulässig, im Wohnungsbereich bis zu 8 Leitungsschutzschalter 16A an einen übergeordneten Fehlerstromschutzschalter hängen. Gut. Wenn ich jetzt also einen 4-poligen Gruppen-FI im Kleinverteiler habe, könnte ich ja an jedem der drei Außenleiter bis zu 8 Stück 16A-Automaten anschließen.

Beim CDA440D FI-Schalter von Hager #2372452 steht aber nur 40A.

Selbst wenn ich jetzt nur 8 von den MBN116 Automaten #2372518 installiere, läge die Summe aller Ströme bei 128 A und bei 8 Automaten je Außenleiter sogar bei 384 A. Da wäre ein Gleichzeitigkeitsfaktor von gerade mal 10 % notwendig, damit der Fehlerstromschutzschalter nicht überlastet wird.

Wo liegt hier mein Denkfehler? 

Danke

  • Registered Users Member
    Hallo Licht.Punkt,
    also der FI misst ja, ob der Strom über den Neutralleiter genau so hoch ist, wie die Summ der Ströme der Außenleiter. Also der 40A FI kann insgesamt 40A verkraften.
    Nach deiner Rechnung würde ja ein 16A Leitungsschutzschalter je Außenleiter (3x16A = 48A) den FI schon überlasten. Die Stromkreise werden ja nicht immer mit 16A belastet. Wie gesagt, die Gesamtlast ist entscheidend!
    Viele Grüße
  • In reply to E-Hero:

    Aber ich weiß ja bei der Installation noch gar nicht, was später einmal alles an die Steckdosen angeschlossen wird. Es gibt zwar den "durchschnittlichen" Gleichzeitigkeitsfaktor von 300W je installierter Steckdose. Aber wenn ich dann z.B. 6 Abgänge mit 16A Automaten habe und an jeden 10 Steckdosen angeschlossen sind, müsste der 40A FI-Schalter 60 Steckdosen versorgen - von den Lichtkreisen ganz abgesehen ... ?

    Ich meine, selbst in großen Büros werden meist FIs mit 40A verwendet. Wie wird dann eigentlich ein Unterverteiler richtig dimensioniert?
  • Registered Users Member
    Klär mal ab, wie hoch dein Hausanschluss insgesamt abgesichert ist. Bei mir z.B. bei 40A.
    Erst danach ist die Unterverteilung mit RCDs (FIs) und den 13/16A Sicherungsautomaten.